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Iaido

Die Grundlagen für das heutige Iaido wurden in der Edo-Zeit (1603 – 1868) gelegt. In dieser Zeit, nach einem halben Jahrhundert voller Bürgerkriege, herrschte in Japan eine Zeit des Friedens und der politischen Stabilität. Damit verloren die Samurai und ihre Kampftechniken immer mehr an Bedeutung. Nicht mehr ständig im Kampf stehend, fand immer mehr eine Aufnahme von spirituellem Gedankengut wie Taoismus und Zen-Buddhismus in den Kampftechniken statt. Bereits zum Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Ausübung der Schwerttechniken von einigen Schwertkämpfern nicht mehr nur als Kampftechnik gesehen, sondern auch als Instrument zur Erziehung und zur Kontrolle des Selbst. Der Begriff Iaido tauchte erst Mitte des 20. Jahrhunderts auf. Unter diesem Begriff werden alle Schwertkampfkünste gefasst, in denen die geistige Ausbildung einen hohen Stellenwert hat.

Das Training

Traditionell wird die japanische Kampfkunst Iaido in Form von Kata geübt: genau festgelegte Bewegungsabfolgen gegen einen imaginären Gegner. Man übt meist alleine mit einem Iaito, einem ungeschliffenen japanischen Übungsschwert. Später auch mit einem Shinken, einem scharf poliertem, echten Schwert. Zur Veranschaulichung werden auch Kata zu zweit mit Holzschwertern trainiert. Das Ziel des Trainings ist einerseits die Perfektionierung der Schwerttechniken, das Üben von Körperbeherrschung und Konzentration, andererseits die Schulung des Charakters und der Persönlichkeit.

Trainer

Martin Toplitzer
4. Dan Musô Shinden Rŷu, Chuden FEI
3. Dan Rŷushin Shôchi Rŷu

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